Möbel der Zukunft.

Wer sich professionell mit Produkten rund ums Wohnen und Arbeiten beschäftigt, muss sich laufend mit Trends beschäftigen – und sie am besten selbst prägen. Welche Entwicklungen beeinflussen die Möbelindustrie am stärksten, und welche Angebote sind morgen gefragt?

Wie wir Menschen wohnen und arbeiten, das ist – neben persönlichen Entscheidungen – immer auch Ausdruck von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Was sind also die großen Trends, die man im Blick haben sollte? Das Wohnen wird urbaner In vielen Märkten hält der Zuzug von Menschen in die großen Städte an. Denn dort entstehen die Arbeitsplätze der Zukunft. Das hat zwei entscheidende Auswirkungen: Der verfügbare Wohnraum pro Person nimmt immer weiter ab. Und: Menschen richten sich auf dieser Fläche nur für einen begrenzten Zeitraum ein. Deshalb interessieren sich immer mehr Menschen für „Micro Living“, also für komplette Wohnlösungen auf 20 – 30 Quadratmetern. Um dabei ein Gefühl von Enge zu vermeiden, wird diese Fläche möglichst nicht weiter unterteilt. Das heißt etwa: Die Küche fristet kein Nischendasein mehr, sondern wird integraler Teil der Wohnsituation. Elko Beeg sieht in diesem Trend eine Chance, denn „Küchenmöbelherstellern eröffnet sich dadurch quasi der gesamte Wohnraum“. Platz da! Vielleicht ist es eine unbewusste Gegenbewegung zum urbanen : Außerhalb der Großstädte wird die verfügbare Wohnfläche stärker zelebriert als früher. Werden Einfamilienhäuser renoviert oder saniert, dann verschwinden Wände, sodass Räume größer – und großzügiger – werden. Und wer sich auf diese Weise Platz schafft, gönnt sich auch bewusst eine Inneneinrichtung, die diesen neuen Raum-Luxus unterstreicht. Die Grenzen zwischen den Wohnbereichen lösen sich dabei auf, sodass etwa Koch- und Essbereich nahtlos ineinander übergehe.

Zurück zur Natur
Ein weiterer Vorteil des Wohnens abseits der Metropolen: Man ist näher an der Natur und hat vielleicht sogar den Luxus eines eigenen Gartens. Dieses eigene Stück Natur gewinnt an Bedeutung. Das zeigt sich auch daran, dass Gartenbesitzer verstärkt in hochwertige Outdoor-Möbel investieren. Der neue Konsument Das Selbstverständnis der Kunden ändert sich. Für junge Menschen hat Eigentum nicht mehr die gleiche Bedeutung wie früher. Sie wissen: Man muss Dinge nicht unbedingt besitzen, um von ihnen zu profitieren. Alternativen zum Kauf werden deshalb beliebter – mieten, leasen, teilen. Worauf es Kunden vor allem ankommt: Produkte und Leistungen sollen individualisierbar, nachhaltig und gesund sein – und schnell verfügbar, möglichst direkt vom Anbieter. Die technische Vernetzung ermöglicht und fördert diese Entwicklung gleichermaßen.

„Da können sich Möbelunternehmen mit dem Hinweis‚ Made in Germany‘ auch vom Wettbewerb absetzen und Kaufargumente liefern.“

Hilfe im Alter Der demografische Wandel in vielen Märkten rückt die Bedürfnisse älterer
Menschen in den Mittelpunkt. Ihre Vorstellungen unterscheiden sich gerade mit Blick auf das Wohnen deutlich von denen jüngerer Menschen. Und natürlich brauchen Senioren auch etwas mehr Hilfe im Alltag. Das können Verwandte oder Pflegekräfte leisten – aber auch die Technik kann mithelfen – denn die Menschen schätzen es zunehmend, wenn die Natur Einzug in die Innenräume hält. Das neue Arbeiten Die Arbeitswelt in vielen Märkten ist geprägt von Dienstleistungsberufen.
Standardisierte Tätigkeiten in diesem Bereich werden zunehmend von Computern übernommen. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Teamwork und menschlicher Kreativität. Kein Wunder, sagt Michael Held: „Die Probleme, die Firmen heute zu bewältigen haben, lassen sich nur in Gruppen
lösen.“ Diese Art der Arbeit erfordert Flexibilität, Mobilität und Vernetzung. Und sie funktioniert nur, wenn starre Strukturen im Betrieb – und im Kopf – überwunden werden. Dabei hilft es, wenn Arbeitsumgebungen individuell angepasst werden auf persönliche Bedürfnisse von Mitarbeitern.

Die genannten Trends wirken sich gleich mehrfach auf die Eigenschaften von Möbeln aus. Auf die Herkunft kommt’s an Nachhaltigkeit rückt in der Materialwahl in den Mittelpunkt. Deshalb bleibt Holz ein beliebtes Material in der Möbelherstellung. Vor allem, wenn der Kunde sicher sein kann, dass es aus nachhaltigen Quellen stammt. Hier könnten sich Möbelunternehmen noch stärker positionieren, findet Matthias Pollmann. Denn gerade junge Käuferschichten interessieren sich für die Herkunft von Möbeln. „Da können sich Möbelunternehmen mit dem Hinweis ,Made in Germany‘ vom Wettbewerb absetzen und Kaufargumente liefern.“ Gesunde Möbel Die verwendeten Materialien sollen nicht nur nachhaltig produziert sein, sondern auch gesund. Wer belegen kann, dass seine Produkte frei sind von bedenklichen Stoffen, der kann beim Konsumenten punkten. Gesundheitsfördernd können Möbel übrigens auch dann sein, wenn sie Raum für Pflanzen bieten – denn die Menschen schätzen es, wenn die Natur Einzug in die Innenräume hält. Das kann auch ganz praktische Vorteile bieten, etwa wenn Moosflächen an Wänden das Raumklima verbessern. Gleichzeitig zieht es die Möbel nach draußen: Im Outdoor-Bereich nimmt die Bandbreite und Qualität der Angebote zu.


Die SACHSENKÜCHEN Hans-Joachim Ebert GmbH hat ihren Unternehmenssitz in der Nähe
von Dresden. Seit über 100 Jahren baut das Unternehmen hochwertige und innovative Küchenmöbel.

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